26 Kommentare

  1. Karsten
    12. April 2018

    Echt tolle Wanderberichte! Vielen Dank dafür, macht Spaß beim Lesen und Lust, direkt loszulaufen. Ich überlege, nach der Lektüre Eurer Seiten, die Amalfi-Tour und/oder den Korfutrail nachzulaufen. Wie würdet ihr die beiden Strecken vergleichen? Wie war es auf Korfu mit Mücken? Da hört man ja immer Schauergeschichten… würde gerne Anfang September gehen. Ist das eurer Meinung nach sinnvoll oder noch zu heiß? Wie stehts mit einem Einstieg weiter nördlich, um noch ein bisschen mehr Höhenmeter zu bekommen? Danke und weiter so!

    Antworten
    1. Frank
      13. April 2018

      Hallo Karsten,

      vielen Dank für das Kompliment! Die Wanderung an der Amalfiküste und der Corfu-Trail sind ziemlich unterschiedlich: Ein echtes Highlight auf Korfu sind die vielen schönen Bademöglichkeiten und das tolle, klare Wasser! Höhenmeter stehen auf dem Corfu-Trail aber eigentlich nicht im Vordergrund (mal abgesehen von der Besteigung des Pantokrator, den wir aber bewusst ausgelassen haben).
      Die Amalfiküste ist meines Erachtens pittoresker und lieblicher und eben eine echte Wandergegend. Auf Korfu merkt man dagegen, dass “Wandern” nicht der griechische Nationalsport ist. An der Amalfiküste gibt es ein dichtes Netz von gekennzeichneten Wanderwegen (die wir zu einem 6-tägigen Fernwanderweg kombiniert haben), auf Korfu gibt es halt nur den Corfu-Trail. Wohl auch deshalb führt dieser recht oft über breite Feldwege oder Asphalt-Straßen statt über schmale Pfade. Beim Entwurf der Wegführung konnte man eben nicht auf ein breites Netz historischer Pfade zurückgreifen…
      Auch bei den Unterkünften hat die Amalfiküste in puncto Auswahl und Wohlfühl-Faktor meiner Meinung nach die Nase vorn.

      Du hast es vielleicht rausgehört: mir hat’s an der Amalfiküste etwas besser gefallen als auf dem Corfu-Trail. Aber das ist am Ende eine Frage der persönlichen Schwerpunkte.

      Nun noch zu deinen anderen Fragen: Ja, auf Korfu haben sich abends ab und zu ein paar Mücken ins Hotelzimmer verirrt. Das ist aber im Sommer auch bei uns in Hamburg der Fall…
      Anfang September ist es sowohl an der Amalfiküste als auch auf Korfu noch recht warm, mit entsprechendem Sonnenschutz und bei guter körperlicher Verfassung sollte das aber kein Problem sein.
      Ein Einstieg etwas weiter nördlich ist fast an jeder Zwischenetappe problemlos möglich. Am besten du klickst dich dazu auf der Website von https://greenbuses.gr/routes-en durch die einzelnen Buslinien.

      Viele Grüße

      Frank

      Antworten
      1. Karsten
        27. Mai 2018

        Hallo Frank. Herzlichen Dank für die nette und sehr hilfreiche Antwort! Ich denke, wir wandern als nächstes mal euren Amalfi-Trip im Mai nach ;-). Freue mich auf eure weiteren Reieseberichte als inspiration für unsere Touren! Der Gr221 auf Mallorca, den wir jetzt in verschiedensten Varianten gegangen sind, wäre sicher auch mal was für euch! Viele Grüße, Karsten.

        Antworten
  2. Thea
    22. August 2018

    Hallo Frank!

    Eine sehr inspirierende Website und sehr übersichtlich strukturiert!

    Anfang Oktober mache ich mich mit meinem Freund auch auf den Weg nach Korfu. Leider ist unsere Zeit auf der Insel auf 8 Tage(inklusive Anreise) begrenzt. Trotzdem würden wir Korfu gerne zu Fuß erkunden.
    Hast du eine Empfehlung, welche Etappen wir uns rauspicken könnten?
    Meine Idee wäre gewesen, genau wie ihr ganz im Süden zu starten und dann 3-6 Tagesetappen Richtung Norden zu wandern. (Und die Anzahl der Wanderetappen spontan an den Erholungswunsch von Körper und Geist anzupassen :) )
    Vielleicht ist aber auch lohnenswert die eine oder andere (Inlands-)Etappe mit einer Busfahrt abzukürzen?
    Welche Etappen sind eure Favoriten?

    Gruß,
    Thea

    Antworten
    1. Frank
      25. August 2018

      Hallo Thea,
      vielen Dank für das Kompliment zur Website! Die Überlegung, welche 6 Etappen man sich auf dem Corfu-Trail rauspicken sollte, ist in der Tat nicht ganz so einfach:

      Wir fanden Etappe 1 ganz im Süden wundervoll, Etappe 2 ist aber im Vergleich dazu über weite Strecken recht langweilig. In eurem Fall würde ich wohl eher dazu raten, Etappe 3 als erste Ganztagesetappe zu wählen. Je nachdem, wann ihr am Flughafen ankommt, schafft ihr es dann am Anreisetag noch, zum “Einwandern” den zweiten (und schöneren Teil) von Etappe 2 zu wandern.
      Dazu müsstet ihr z.B. die Buslinie B1 nehmen und in Perivoli (https://goo.gl/maps/6XxbV9fbyu42) aussteigen. Von dort sind es ca. 2-3 km zum Corfu-Trail (Einstieg zwischen Wanderkilometer 28 und 29 unserer Karte).
      Eine direkte Anreise zum Startpunkt von Etappe 3 ist auch möglich (Linie B5). Ab Etappe 3 ist jeder Wandertag sehr abwechslungsreich und lohnenswert!

      Ich hoffe, das hilft euch etwas bei der Planung!
      Viele Grüße
      Frank

      Antworten
  3. Dinah
    14. Januar 2019

    Hallo Frank,
    mein Wanderkumpel und ich machen uns Mitte März auf dem Weg zum corfu trail für 14 Tage und hoffen, dass das Wetter da schon angenehm ist zum Wandern.
    Brauchen wir das gelbe Wanderbuch von outdoor? Es ist von 2011 und ich denke es ist überholt,oder?
    Da wir viel Zeit haben, möchte ich Dich fragen, wo es sich “lohnt” länger zu bleiben zwischendurch.Vielen Dank und einen lieben Gruß, Dinah

    Antworten
    1. Frank
      15. Januar 2019

      Hallo Dinah,
      wenn ihr mit Smartphone & GPS-Tracks ausgestattet seid, benötigt man meines Erachtens eigentlich keinen gedruckten Wanderführer mehr. Wir hatten damals auch das gelbe Wanderbuch gekauft, fanden das aber gerade in Bezug auf die Übernachtungsplanung nicht sehr hilfreich.
      Wo lohnt es sich länger zu bleiben? Das hängt natürlich von den persönlichen Präferenzen ab. Wir fanden es auf Korfu an den folgenden Stellen besonders nett, weil es dort eine ausreichende Infrastruktur gab (gute Auswahl an Restaurants und Bars, aber nicht Ballermann-ähnlich) und man dort schöne Strände und Badestellen finden konnte:

      Wenn ihr sportlich ambitioniert unterwegs seid, könnt ihr natürlich auch noch die Besteigung des Pantokrator einplanen.
      Außerdem ist Corfu-Stadt natürlich sehr sehenswert (Unesco-Weltkultur-Erbe).
      Viel Spaß beim Wandern!
      Frank

      Antworten
      1. Dinah
        16. Januar 2019

        Vielen Dank Frank, ich lasse Dich wissen, wie es war!

        Antworten
  4. Andreas Claes
    24. März 2019

    Hallo Frank,

    ich würde den Trail gerne Ende Mai Anfang Juni alleine gehen. Sollte ich die Unterkünfte vorab buchen oder reicht es diese vor Ort zu buchen? Ich wäre dann flexibler, wenn ich doch weiter gehen wollte. Es gibt im Internet auch etwas andere Routen z.B. über Benitses. Ist das eine offizielle Alternative? Wie sieht es mit der Wasserversorgung aus? Gibt es unterwegs immer wieder Möglichkeiten die Wasserflasche zu füllen?

    Gruß

    Andreas

    Antworten
    1. Frank
      24. März 2019

      Hallo Andreas,
      wir haben uns bei der Planung an der folgenden Route orientiert: https://hiking.waymarkedtrails.org/#route?id=1659988. Das schien mir damals die verlässlichste Quelle zu sein. Meines Wissens gibt es für den Corfu-Trail keine mit dem Alpenverein vergleichbare Organisation, die sich um die Instandhaltung und die durchgehende Markierung kümmert. Deshalb ist das mit der “offiziellen” Wegführung auch schwierig.
      Ohne jetzt die genaue Route zu kennen, die über Benitses führen soll, vermute ich einfach, dass das rein praktische Gründe hat: Auf Korfu befinden sich fast alle Übernachtungsmöglichkeiten in Strandnähe, in Benitses ist die Auswahl an Hotels etc. ungleich größer als im 350 Meter höher gelegenen Dafnáta. Gerade für kommerzielle Wandertouren-Anbieter kommt deshalb an dieser Stelle eigentlich nur Benitses als Station in Frage. Das könnte erklären, warum du auf eine Wegvariante gestoßen bist, die über Benitses führt.

      Ende Mai/Anfang Juni sollte eine spontane Übernachtungsbuchung eigentlich prinzipiell möglich sein, allerdings gibt es meiner Erinnerung nach an folgenden Stellen eher wenig Auswahl:

      Da hilft dann nur vorreservieren oder statt in Dafnáta in Benitses zu übernachten (mit entsprechend mehr Höhenmetern und Strecke).

      Zur Frage mit der Wasserversorgung: Wir haben uns sicherheitshalber immer für den kompletten Tag mit Wasser versorgt. An öffentliche Brunnen mit Trinkwasser unterwegs kann ich mich nicht erinnern. In vielen Orten gibt es zwar einen kleinen Gemüseladen, eine Bar oder eine Bäckerei. Aber gerade in kleinen Dörfern würde ich mich nicht unbedingt darauf verlassen, dass die dann gerade geöffnet haben.

      Ich hoffe, dass dir das etwas weiter hilft!

      Viele Grüße
      Frank

      Antworten
      1. Andreas
        25. März 2019

        Hallo Frank,

        vielen Dank für die Informationen.

        Weißt Du zufällig ob die Temperaturen Ende Mai/Anfang Juni noch ok zum Wandern sind?

        Gruß
        Andreas

        Antworten
        1. Frank
          25. März 2019

          Hallo Andreas,
          Ende Mai/Anfang Juni müsste noch gut sein. Wir selbst waren Mitte bis Ende Mai da, also gerade mal zwei Wochen früher und fanden es von den Temperaturen noch angenehm zum Wandern.
          Viele Grüße
          Frank

          Antworten
  5. Thorsten
    28. März 2019

    Hallo Frank
    Toller Beitrag.
    Ich möchte gerne nach Ostern den Trail laufen,Ich bin Solo Trekker,und laufe am liebsten immer mit Zelt zum übernachten.Ich bin ein erfahrener Fernwanderer,der schon einige Trails gelaufen ist,U.a den E4 Trans Kreta 2001.
    Wie sieht es mit Zelten aus.Und weißt du wo ich Schraubkartuschen für meinen Primus Kocher bekomme.Danke für deine Antwort

    Gruß Thorsten

    Antworten
    1. Frank
      29. März 2019

      Hallo Thorsten,
      zum Thema Zelten kann ich dir leider nicht wirklich weiterhelfen. Und wie es mit der Versorgung mit Gaskartuschen aussieht, kann ich dir deshalb auch nicht aus eigener Erfahrung sagen.
      Zum Thema Wildcamping in Griechenland/Korfu liefert Google allerdings reichlich Treffer. Und wenn man diesem Forumseintrag glauben mag, dann sieht es mit Schraubkartuschen wohl eher mau aus.
      Du kannst ja im Anschluss mal berichten, wie es vor Ort so lief!
      Viele Grüße
      Frank

      Antworten
  6. Dinah
    10. April 2019

    Lieber Frank,
    sind gerade zurückgekommen vom Corfutrail, waren mit 3 Tage Aufenthalt am Ende in Korfustadt 12 Tage unterwegs. Vorab: es hat uns wirklich gut gefallen, tolle Insel, tolle Leute . Aber wir waren eindeutig zu früh, Wetter war bestens, jedoch waren einige Gegenden wie ausgestorben, weil es absolut noch keine Saison ist, die geht langsam los Anfang April, eher nach Ostern.Hotels hatten fast alle zu,mit den Unterkünften mussten wir immer wieder abseits des corfutrails buchen, weil es sonst nichts gab. Auch die Essensversorgung gestaltete sich immer wieder als schwierig.
    Die ständig kläffenden Hunde, die zum Teil auch frei liefen, haben mich am meisten genervt, zum Glück wurden wir aber nicht gebissen.
    Aber wunderschöne Strände ganz für sich allein zu zu haben in einer duftenden blühenden Vegetation, das hat echt was!!!
    Ohne den view ranger wären wir komplett aufgeschmissen gewesen, oft sind die Wege als solche gar nicht mehr erkennbar.
    Zufälligerweise haben wir Hillary getroffen, die uns erklärte , dass sie damals den Weg ins Leben gerufen hat und auch versucht, ihn zu pflegen, was bei der Länge jedoch schwierig ist.
    Allen viel Freude, die sich auf den Weg machen und Frank, herzlichen Dank für Deine Tipps, hat uns wirklich sehr geholfen!Liebe Grüße von Dinah

    Antworten
    1. Frank
      16. April 2019

      Hallo Dinah,
      vielen Dank für deine Rückmeldung! Dass ihr Hilary getroffen habt, ist ja interessant. Ich wusste nicht, dass der Weg überhaupt noch gepflegt wird. Ich werde aber den Hinweis mit View-Ranger noch deutlicher auf der Website einbauen.
      Viele Grüße aus Hamburg!
      Frank

      Antworten
  7. Claudia
    9. Mai 2019

    Hallo Frank

    Unglaublich umfassende Seite. Bevor ich mich vertiefe, würde ich gerne wissen:
    Gibt es viele wilde, agressive Hunde auf dem Trail? Ein Problem oder locker, zu vertreiben mit andeutung einenStein aufzuheben…?
    Hast du Schlangen gesehen?
    Was denkst du zu; Frau alleine unterwegs?….
    Mit Zelt..?
    Herzliche Grüsse Aus Luzern

    Antworten
    1. Frank
      11. Mai 2019

      Hallo Claudia,
      Infos zu Schlangen habe ich unter https://www.wanderndeluxe.de/corfu-trail-praktische-infos/ zusammengestellt. Ich hatte auf dem Corfu Trail tatsächlich einmal eine Begegnung mit einer Schlange: das war eine Situation, in der ich einen kleinen Hügel runter gerannt bin. Dabei habe ich wohl eine Schlange aufgescheucht und weil ich gerannt bin, hatte die Schlange nicht genügend Zeit, sich aus dem Staub zu machen. Wäre ich in normalem Tempo unterwegs gewesen, hätte ich wahrscheinlich nicht mitbekommen, dass da eine Schlange war. Passiert ist aber nix.

      Zu der Fragen nach wilden/aggressiven Hunden: wir sind beide keine ausgesprochenen Hundefreunde, haben aber keine direkten Erinnerungen mehr an stressige Situationen – es kann also so schlimm nicht gewesen sein :-)

      Zum Thema Zelten verweise ich mal an den Artikel https://de.camperstyle.net/wildcamping-griechenland/, da wir dazu keine eigenen Erfahrungen haben. Außerdem fällt mir nichts ein, was dagegen sprechen sollte, die Wanderung auch als Frau alleine zu unternehmen.
      Ich hoffe, das hilft dir erst mal weiter!
      Frank

      Antworten
  8. Yamachan
    19. November 2019

    Hi Frank,
    thanks a lot for all the info you gathered here. This helped me a lot to organize our trip on the Corfu trail this year. I am writing this in english in order to attract more attention to this nice website.
    We did the southern part of the CT this year beginning of June.
    The trail is really wonderful, with wonderful views onto the coast, a lot blooming flowers and we see at least one snake a day (No worries, they are not aggressive and run away as soon as they recognize you), but as already mentionned as Greece is not a hikers country so the trail uses a lot of agricultural roads.
    Nevertheless, some parts are small and steep, so good hiking shoes are still recommended.
    In fact, I would not recommend June or even summer to go on this trail, as it is far too hot and fresh water and other infrastructure is not always close. It has the advantage though, that you can already swim in the sea to cool down, but only where the track is close to the beach, which is often not the case. Another advantage is that we found a lot of fruit trees on the way (lemons, oranges, figs, mulberries, loquats etc. kumquats were rather rare though).
    Finally I want to recommend the following app, which is available in the android store for a couple of Euros and I think it is really worth it, as it gives you a good guidance to find your way on the trail (you can really not rely on the trail indicators) and what to find on the way. The app works perfectly offline, but I recommend to download one of the offline maps, indicated in the app, before you start. There is no info on accomodation included, but that is easy to find using the usual accomodation websites. We did not have any problems to find free rooms on the way spontaneously as June is still rather off season.

    https://play.google.com/store/apps/details?id=anadigit.adventures.corfutrail&hl=gsw

    Antworten
  9. Anne
    12. Oktober 2020

    Hallo Frank,

    vielen Dank für diese tolle Seite, die uns inspiriert hat, in den vergangenen Tagen den Trail zu machen. Wir haben uns an deiner Route und deinen Empfehlungen orientiert, was alles super geklappt hat. Allerdings haben wir in Ermones „aufgegeben“ und haben uns für die restlichen Tage und Ziele ein Auto gemietet. Es waren uns auf der letzten Etappe zu viele Wachhunde an den Häusern, was es einfach unentspannt gemacht hat. Dazu muss man sagen, dass wir in Spanien auf dem Jakobsweg einem Kampfhund begegnet sind, der sich losgerissen hatte von seiner Hütte – seitdem sind wir einfach etwas panisch, was das Thema angeht. Mit dem Auto konnten wir dann aber noch super zu den tollen Spots fahren, daher war es eine super Mischung. Ebenso können wir absolut die Bootstour nach Antipaxos und Paxos empfehlen, die von mehreren Häfen aus startet. Dort ist wirklich traumhaft türkises Wasser, wie in der Karibik. Danke auf jeden Fall nochmal für die tolle Seite, nächstes Jahr nehmen wir uns dann vielleicht die Amalfiküste vor mit deinem Plan :)

    Liebe Grüße
    Anne

    Antworten
    1. Frank
      13. Oktober 2020

      Hallo Anne,
      vielen Dank für deinen Bericht! Das mit den Hunden ist natürlich schade. Aber ihr scheint das ja sehr elegant gelöst zu haben :-)
      Die beiden Nachbarinseln Paxos und Antipaxos hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, vielleicht müssen wir das mal nachholen…
      Liebe Grüße zurück!
      Frank

      Antworten
  10. Gerhard & Beatrice
    30. Oktober 2020

    Hallo Frank,

    Nach dem wir uns von dir schon bei der Amalfi Küsten Wanderung und der Triest Wanderung begeistern haben lassen, haben wir uns jetzt im Oktober 2020 den Corfu-Trail vorgenommen. Reisezeit war perfekt gewählt. Im Oktober ist es auf Korfu noch warm und ideal zum Wandern. Auch die Wassertemperaturen laden zwischen drin zum Baden ein. Was uns ein bisschen überrascht hat waren die doch teilweise lästigen Moskitos. Hier muss man mit Autan vorsorgen. Unser Unterkünfte hatten aber alle Moskitonetze in den Fenstern sodass wir auch in der Nacht bei offenen Fenster schlafen konnten.

    Wir haben deinen Routenvorschlag auf 9 Etappen eingeteilt mit zwei Tagen Pause in Paleokastritsa. Dadurch hatten wir genügend Zeit uns auch zu erholen. Allgemein würden wir empfehlen für den Trail 14 Tage Urlaub zu nehmen. Die Insel ist einfach zu schön und auch für Korfu-Stadt sollte man einen Tag für die Altstadt und die Alte Venizianische Festung einplanen. Für uns waren die Highlights die Kilometer am Strand vor Agios Georgios im Süden der Insel (2. Etappe von Gardenos, ein übrigens total netter Ort zum Übernachten, nach Agios Georgios), die Dünen nach Agios Georgios mit dem Korission-See (3 Etappe) und der Weg nach Paleokastrisa. Es gibt aber noch so vieles was wir erwähnen müssten. Die Übernachtung im Kostas Walker Point in Dafnata und die Gastfreundschaft von Kosta mit einem inseltypischen Abendessen (village cooking) und dem Frühstück extra für Wander. Die Streckenabschnitte durch parkähnliche Olivenhaine. Der Ausblick von Lakones (letzte Etappe von Paleokastrisa nach Agio Georgios im Norden). Hier müssen wir eine Tipp geben, da wir entgegen deiner Empfehlung nur eine Unterkunft in Paleokastitsa bekommen haben (Hafennähe). Hier geht ein alter Eselspfad (path to Lakones) direkt links vom dem Supermarkt Happy Days nach Lakones. Erst Straße und dann fast stufenartig mit Steinen angelegt. Wahnsinnig schön, gut ausgeschildert und man fühlt fast die Bedeutung des Weges in der Vergangenheit, echt irre. Kulinarisch erwähnenswert “Wildgemüse” oder Chorta genannt (haben wir oft gegessen), der Tsipouro-Schnaps statt Ouzo, Kantaifi-Süßspeise und das Restaurant Kafesas in Agios Georgios (es werden nur selbst erzeugte/ angebaute Produkte verarbeiten, also bis auf Fisch natürlich).

    Als Fazit möchten wir jeden ermutigen diesen Weg zu gehen und Korfu auf diesem Weg kennen zu lernen. Wir hatten wunderschönen Momente erlebt und viele neue Eindrücke mit nach Hause genommen.
    Gerhard & Beatrice

    Antworten
  11. Siegi & Helga
    28. Juni 2021

    Hallo Frank,
    inspiriert durch Bekannte, letztendlich aber von deinen tollen Reiseberichten, sind wir soeben von unserem ersten Weitwanderweg zurückgekehrt. Wir kannten Korfu schon von einigen Badeurlauben. Was wir in der letzten Woche aber erlebt haben, übertraf unsere Erwartungen vollkommen. Die Reisezeit Ende Juni ist aufgrund der Hitze (heuer deutlich über Normalniveau – bis 38 Grad) sicher nicht ideal, jedoch war dies der erste mögliche Flug für uns. Wir sind, wie von dir beschrieben von Kavos bis Agios Georgios in 6 Tagen mit einem Tag Pause in Ermones, gewandert. Deine GPS-Route über Outdooractive leistete uns große Hilfe. (nur nach den Markierungen oder einer Karte zu folgen würden wir nicht empfehlen)

    Nachdem wir schon am frühen Vormittag in Korfu gelandet sind, haben wir die 1. Etappe etwas abgeändert. Nach Taxifahrt bis Kavos (die grünen Überlandbusse gehen Covid-bedingt noch nicht im Normalverkehr) lautete unser Tagesziel Santa Barbara. Dazu verlässt man den offiziellen Trail nach dem Arkoudilas Beach und geht noch am Strand weiter bis zu einer Taverne und dann hoch in die Orte Paleochori und Kritika, ehe man dann wieder kurz vor deiner 25 km Angabe auf den Trail stößt, welcher von Lefkimmi kommt. Dadurch ersparten wir uns die oft als eintönig beschriebene Wegstrecke rund um Lefkimmi. Jedenfalls ein grandioser Auftakt! Von nun an folgten wir dem Trail und deiner Wegbeschreibung per GPS. Tag 2 mit dem Weg durch die Dünen beim Korrisonsee und dem Schlussanstieg nach Kato Pavliana war mit knapp 30 km unsere längste Etappe. Dies war tw. auch notwendig, da die Unterkünfte noch spärlich verfügbar waren, grundsätzlich aber auch machbar. Gerade auf den Inlandsetappen 3 (von Kato Pavilana nach Agio Deka) und 4 (von Agio Deka bis Ermones) empfiehlt es sich immer früh zu starten (wir gingen oft um 7.00 Uhr los) und genug Wasser mitzunehmen, da untertags nicht in jedem Ort eine Taverne oder Supermarkt verfügbar sind. Nach dem Ruhetag in Ermones wurden die Tage immer heißer, die Etappen bis Paleokastritsa und am letzten Tag bis Agios Georgios aber auch kürzer. (Danke Gerhard und Beatrice für den Tipp mit dem Eselspfad hoch nach Lakones) Von dort sind wir (auch weil kein Bus verfügbar war) mit einem kleinen Boot zurück nach Paleokastritsa gefahren (absoluter Geheimtipp) und dann per Bus nach Korfu Stadt.
    Wir trafen am gesamten Trail nur auf 3 Amerikaner, sonst war es sehr einsam mit toller Landschaft (auch im Juni blüht noch alles), hoher Gastfreundschaft und fabelhaftem Essen. Auch die oft beschriebenen Plagegeister (Mücken kein Thema, Hunde sind fast alle eingesperrt, nur 2 Schlangensichtungen) sind zu vernachlässigen.
    Frank, vielen herzlichen Dank für deine tollen Berichte! Wir haben stundenlang deine Tipps und Routenvorschläge studiert – es hat sich ausgezahlt.
    Malta und Gozo sind schon auf unserem Radarschirm …
    GLG aus Österreich
    Siegi & Helga

    Antworten
    1. Frank
      1. Juli 2021

      Hallo Siegi & Helga!
      Vielen Dank für eure ausführliche und wertschätzende Rückmeldung! Ich freue mich sehr, dass ihr trotz Covid-19 einen schönen Wanderurlaub genießen konntet! Und super, dass euch die Infos von mir und den anderen Wanderern gut verwenden konntet.
      Dann bis bald auf einer anderen Wandertour :-)
      Frank

      Antworten
  12. Lisa
    16. September 2021

    Hallo Frank,

    bei unserer Internetrecherche zum Corfu Trail sind wir u.a. auf deiner Seite gelandet, die wirklich sehr informativ und hilfreich für unsere Planung war.
    Wir haben den kompletten Trail Anfang September 2021 vom Süden bis zur Nordküste mit Zelt bewandert.
    Da wir im Vorfeld genug Zeit eingeplant haben, gab es keine festgesetzten Etappenziele, einfach wie weit wir kommen oder Lust bzw. Kraft haben.
    Insgesamt waren wir ca. 9 Tage unterwegs und haben täglich immer um die 20 km (mal mehr, mal weniger) zurückgelegt.
    Unsere Etappen waren am Ende folgende: Kavos – Strand vor Santa Barbara – Olivenhain vor Paramonas – Grundstück von Kostas in Dafnata – Mirtiotissa-Strand – Olivenwald vor Lakones – Zimmer in Agios Georgios Pagon – zwischen Sokraki und Spartilas – Olivenhain nach Portes – am letzten Morgen Ankunft am Strand von Agios Spiridon.
    Zelten ist absolut kein Problem und wir haben immer sehr schöne Plätze gefunden.

    Sehr gut fanden wir vor allem deine Wanderkarte mit km Markierungen und den GPS Track. Aber auch der Tipp, das erste Teilstück als Halbtagestour mit leichtem Gepäck als Rundtour zu machen, war super. So konnten wir auch von Kavos Richtung Lefkimmi deinem Track bis zum CT folgen.

    Festes Schuhwerk und Wanderstöcke sind empfehlenswert, Sonnencreme (noch sehr heiß) und Mückenschutz ein absolutes Muss. Gedruckte Wanderführer oder Karten sind nicht notwendig, mit GPS Track und Markierungen ist der Weg gut zu finden. Es sieht auch so aus, als wären sie erst vor kurzem aufgefrischt worden. Die klassischen Corfu Trail Schilder sind rar, hauptsächlich die gelben Markierungen in Form von Punkten, Strichen, Pfeilen oder CT. Man muss aber an jeder Wegkreuzung genau hinschauen, die Markierungen können überall sein, am Boden, auf der Straße, auf Steinen, an entfernteren Bäumen oder Pfählen, an Hausecken oder Mauern, alten Autos oder sonstigen verrosteten Hinterlassenschaften.

    Im Netz findet man auch Streckenführungen über Benitses oder im Norden die Kurve nochmal an die Küste runter. Hier denken wir, dass das nur für Übernachtungen in festen Unterkünften gedacht ist (die sind im nördlichen Teil entlang der Route tatsächlich kaum vorhanden). Der offiziell markierte Wanderweg ging direkt von Dafnata die Straße weiter Richtung Makrata. Im Norden nach dem Pantokratorgipfel führt der markierte Weg auch weiter bis runter nach Palea Peritheia, hier war ebenfalls keine andere Markierungen Richtung Ostküste zu sehen.

    Wasser gibt es eigentlich in fast jeden Ort, entweder in kleinen Supermärkten (die können allerdings auch tagsüber gerade die mediterrane Mittagsruhe machen), in den Tavernen gibts sonst auch große Wasserflaschen oder viele Dörfer haben kleine öffentliche Wasserquellen / Wasserhähne. Die Trinkwasserquellen waren auf unserer digitalen Karte auch eingezeichnet. Ansonsten gibt es auch fast überall am oder im Friedhof einen Wasserhahn mit Trinkwasser. Dadurch mussten wir nicht komplette Tagesrationen mitschleppen, sondern haben immer nur ausreichend Wasser bis zur nächsten Versorgungquelle dabei gehabt. Im Norden sieht es da schon etwas spärlicher aus, die letzte Möglichkeit Wasser zu bekommen sind die Tavernen in Palea Peritheia, dann erst wieder unten an der Küste.
    Oft haben wir in Tavernen gegessen, ansonsten kann man sich in den kleinen Läden mit Essen versorgen.

    Gaskartuschen gibt es zum Schrauben beim Lidl in der Nähe vom Flughafen in Kerkyra, das sind allerdings die großen 500 g Dinger, kleine Stechkartuschen (Adapter mitnehmen) gibts dort auch, die kann man aber sonst fast überall bekommen. Wir sind mit einer kleinen Stechkartusche ausgekommen, haben aber auch nicht jeden Abend selber gekocht.

    Die wenigen freilaufenden Hunde hatten eher Angst vor uns, die seltenen Kläffer waren immer angeleint. Eine Schlange haben wir noch aus dem Augenwinkel heraus wegkriechen sehen, ansonsten sind uns keine begegnet.

    Insgesamt ein richtig toller Trail, der durch kleine verschlafene Bergdörfer, im Kontrast dazu aber auch durch Touristenhochburgen führt. Sehr abwechslungsreiche Landschaften, einsame Strände, super schöne alte Olivenhaine, echt tolle kleine Waldpfade, jedoch immer mal wieder Asphaltstraßen oder Schotterpisten. Es war teilweise schon anstrengend in brütender Hitze, aber wirklich sehr empfehlenswert und grün.
    Wir haben viele nette und hilfsbereite einheimische Menschen getroffen und jeder freut sich über ein freundliches „ja sas“.

    LG Lisa

    Antworten
    1. Frank
      17. September 2021

      Hallo Lisa,
      vielen Dank für euren ausführlichen Bericht! Das Thema “Zelten” bzw. Gaskartuschen wurde ja schon öfter angesprochen, aber noch nie so richtig zufriedenstellend beantwortet. Danke dafür! Das hilft bestimmt sehr vielen bei der Planung weiter!
      Viele Grüße
      Frank

      Antworten

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